Heute morgen gab es verschiedene Gründe, warum wir etwas später aufgestanden sind. Ein Grund war die Zeitumstellung, man ist hier schon eine Stunde weiter. Wir waren um 9.oo Uhr beim Frühstück. Hier gab es frische Kartofelpuffer mit Speck. Dazu gab es  soetwas wir Haferflockenschleim - war nicht so lecker. Nach 2 Kaffee und einem traditionellen Gebäck waren wir ca. 11:00 startklar. 

Bei leichter Bewölkung ging es erst einmal über gerade Strecken nach Klaipéda Nord zu einem Bunker. Dieser liegt direkt am Strand, der so gut wie menschenleer war. Marko probierte hier die wasserdichte seiner Motorradstiefel aus, was sehr gut funktionierte, warm hielten sie wohl noch. Danach ging es weiter nach Liepāja zu einem ehemaligen Militärgefängnis. Dieses war im Ursprung ein Hospital und wurde in den Kriegen als Militärgefängnis u. a. nach der Eroberung durch die  Deutschen übernommen und bis 1997 durch das lettische Militär weitergeführt. Heute können hier Schüler in die Rolle von Häftlingen schlüpfen oder man kann hier auch als Gast übernachten. Wer es braucht!? Danach haben wir uns noch 2 Befestigungsanlagen angesehen. 

Kurz danach kamen wir auf eine unbefestigte Schotterpiste, an der wir an drei Bushaltestellen vorbeigekommen sind, die voll mit wartenden Menschen waren, wo wir uns gefragt haben, ob die alle in einen Bus passen, sollte hier mal einer vorbeikommen. Was uns entgegen kam, war ein Laster, der mit Karacho auf uns zu kam und auch keine Anstalten machte langsamer zu fahren. Steine flogen uns zum Glück nicht entgegen, allerdings sahen wir für kurze Zeit nur noch Staub. 

Auf einer der Hauptstraßen angekommen ging es nun zügig Richtung Windau. Unterwegs gab es dann ein Schild "Rīvas Krogs". Hier erhofften wir uns Kaffee und vielleicht auch einen Snack. Was wir fanden war ein idyllisch gelegenes Restaurant an einem kleinen Wasserfall (der nicht ganz so idyllisch war), einem durch die Sonne hübsch angeleuchteten Flussbett, an dessen Rand die Butterblumen leuchteten und Reste einer Ruine. Es gab Kaffee und wir nahmen noch eine hausgemachte Soljanka, die mit Malzbrot mit Kümmel serviert wurde. Zugute letzt war da auch noch ein neugieriger Storch, der sich dann lieber wieder verzog. Der Kellner versuchte dann sogar noch mit uns deutsch zu reden. 

In einem der nächsten Orte wollten wir uns noch was zum Abendbrot besorgen und trafen hier vier deutsche Radfahrer, die hier gerade ihre Tour machten, allerdings nicht so weit wie wir. Wir haben uns dann mit Malzbrot, Käse, Wurst und Getränken versorgt und sind dann weiter nach Windau. Hier angekommen haben wir erst einmal Abendbrot gegessen und sind dann nochmal ein wenig durch die Stadt und zum Hafen gegangen.

Fakten

     
       
von: Klaipéda Strecke: 226 km
nach: Windau Fahrzeit: 03:20 h
Wetter: leicht bewölkt, zum Schluss sonnig, ca. 20 Grad