Die heutige Strecke war kurz gewählt, um vor allem in Helsinki die meisten Stunden zu verbringen.

Daher ging es heure mal über die Autobahn, denn die die anderen Wege entlang der Küste hätten nur mehr Zeit gekostet, als dass sie uns etwas schönes hätten bieten können.

Wir machten in Porvoo halt. Diese Stadt erhielt 1346 die Stadrechte und ist somit die zweitälteste Stadt Finnlands. Hier gibt es malerische Holzhäuser in denen von Souvenirs und Kunsthandwerk angeboten wird. Aber auch viele Kaffees und Restaurants sind hier zu finden. Wir haben uns ein sonniges Plätzchen an einem ungewöhnlich schrägen Marktplatz gesucht. Weil die Temperaturen etwas über 10 Grad liegen war es trotz Motorradkombi angenehm warm. Natürlich durften wie solch einem Städchen nicht die Japaner fehlen, die wie immer alles ablichteten, was vor die Linse kam - und Kitsch gab es hier ja auch genug. Wir haben dann noch einen Berg am Stadtrand erklummen, auf dem mal eine kleine Holzfestung stand, allerdings war außer dem Wehrgraben nichts weiter zu sehen. Wir haben dann noch den Bahnhof besichtigt, der ebenfalls am Stadtrand steht. Marko hat noch festgestellt, dass hier die Orginalgleise von 1887 liegen, was er an der Gußprägung erkannt hat. 

Dann ging es weiter nach Helsinki zur Universität, zu einem etwas ungewöhnlichen Ziel, einem Gorilla aus alten Reifen, uns zwar einem ziemlich Großen.

der letzte Haltepunkt oder Sehenswürdigkeit auf dem Weg nach Helsinki war Laajasalu. Hier sollten alte Villen stehen, die langsam verfallen. Nach einem Stopp aufgrund einer Schranke und einem weiteren Fußmarsch an einem idyllischen See vorbei, auf dem eine Entenfamilie mit Jungen schwamm, kamen wir tatsächlich an aber dieser Villen mitten im Wald an. Leider war dieses Objekt beschmiert, aber auf der einen Seite war ein Gorillakopf zu sehen, den man schon als Kunstobjekt gelten lassen konnte. Die zweite Villa, die wir fanden, ist leider einem Brand zum Opfer gefallen. Bis auf eine Wand ist diese Villa bis auf die Grundmauern runtergebrannt. Schade. 

Dann ging es nach Helsinki zu unserem Hotel Helka. Danach entschlossen wir uns, dass jeder seine Wege geht. Also bin ich erstmal durch die Stadt Richtung Hafen. Die grundsätzlich mehrstöckigen Häuser sind zwar alle weitestgehend in gutem Zustand wirken aber im Großen und Ganzen recht düster. Das kann natürlich auch am Wetter liegen. Es ist stark bewölkt und ab und zu kommen mal ein paar Regentropfen vom Himmel. Gefühlt sind mittlerweile durch den kühlen Seewind 7 bis 10 Grad. Was macht da ein Finne in Helsinki? Kurze Hosen tragen und, weil das ja noch zu warm ist, ein Eis essen. Ich vergnügte mich mit einem heißen "coffee to go".

Auf dem Weg vom Hafen ind die Stadt kam ich noch am Dom vorbei, der vor allem durch sein Weiß und seinem erhöhten Sockel, der über eine breite Treppe zu erklimmen geht, sowie die pompöse Gestaltung hervorsticht. Von innen sah er bei dem kurzen Einblick eher schlichter aus, bin aber gleich wieder raus, weil dort gerade Gottesdienst war und sich eine Menge Touris im Eingangsbereich drängelten.

Danach schlenderte ich noch Richtung Bahnhof, als ich laute Musik wahrnahm, die sich nach etwas größerem anhörte. Ich erinnerte mich, das Marko etwas von einem Fest mit Musik erzählte. Ich folgte den Bässen und der an Reggae anlehnenden Musik und kam so zu einem Multikulifest. Hier wurden vor allem aus afrikanischen und asiatischen Ländern alle möglichen Speisen angeboten, es gab Informationsstände auch von den Blauhelmen und der hiesigen Polizei. Am Ende war eine riesige Bühne aufgebaut, in der die Band spielte, die ich die ganze Zeit gehört habe. Das schöne war, nicht nur die Massen vor der Bühne, sondern an jedem Imbisstand und dazwischen wurde getanzt und man sah nur fröhliche Menschen. Auch die Vietnamesen tanzten zu dem Reggae-Rhythmus. 

Nun ging es noch zum Bahnhof und dann wieder ins Hotel, wo Marko wenig später auch ankam. Marko hatte die Stadt mit Metro und Straßenbahn erkundet.

Fakten

     
       
von: Kotka  Strecke: 149 km
nach: Helsinki  Fahrzeit: 02:03 h
Wetter: bewölkt und leichter Regen, ca. 12 Grad  Gesamt:

3.292 km

50:45 h