Heute begann der Tag bereits mit purem Sonnenschein. Nach dem Frühstück ging es gleich zum Motorrad packen. Hier merkte man schon, dass es warm wird. Und schon ging es los Richtung Kap Kolka. 

Einen Zwischenhalt gab es noch in Irbene, wo wir ein Radioteleskop mit 32m Durchmesser besichtigen wollten, welches zu militärischen Zwecken zu Zeiten der Sowjetunion genutzt wurde, aktuell zu wissenschaftlichen Zwecken. Leider könnten wir nur einen Blick aus der Ferne auf dieses Ungetüm erhaschen.

Danach ging es weiter auf geraden Straßen, ohne Menschen, ohne Autos, Richtung Kolka. Dort empfing uns eine himmlische Ruhe, bis auf das Tirilieren der Vögel. Ein fast menschenleerer Strand an der flachen Küste des Kap Kolka. Das Meer bildete einen samtigen Teppich. Kein Wind. Kein rauschen der Wellen. Einfach nur ruhig und idyllisch. Einige Kilometer weiter, kurz hinter Roja, liegt das Baltā Kāpa, das wohl ursprünglichere Kap, weil das Kap Kolka vmtl. durch Anlandung entstanden ist.

Dann sollte es noch nach Cinevilla gehen, ein Ort mit filmischen Kulissen und Fahrzeugen. Durch die direkte Sonne auf den Tankrucksack von Marko, wo sein Handy das GPS-Tracking durchführte, die Navigation zum nächsten Ziel suchen sollte und gleichzeitig geladen wurde, stieg genau dieses wegen Überhitzung aus, was uns zu einer kleinen Kaffeepause verhalf, um das Handy abzukühlen. Wir fanden gleich ein kleines Restaurant Engure, wo es Kaffe in alten Schmetterlingstassen und einem kleinen Schinken-Käse-Gebäck gab. Nun konnten wir uns Cinevilla mit seinen künstlichen Häusern, Forts oder Bahnhöfen inkl. alter Fahrzeug-, Schifffahrts- und Eisenahntechnick ansehen.

Dann ging es auf direkt nach Riga. In der Stadt gab es nun tatsächlich gesteigertes Verkehrsaufkommen, was wir so nicht mehr gewohnt waren. An einer Tankstelle kamen wir mit einem russischen Biker ins Gespräch über die Herkunft, den Bußgeldern und den jeweils zu verwendenden Maschinen sowie die Strassenqualität bis nach Russland. Er lud uns zu einem Bikertreff in der Stadt ein, wo wir einwilligten.

im Hotel Mercure angekommen ging es erstmal unter die Dusche, denn heute war es im Verhältnis zu den anderen Tagen schon sehr warm. Zum Abend gingen wir nochmal in die Altstadt zum Abendessen und danach zum zugesagten Bikertreff, wo wir auch den Biker von der Tankstelle wiedertrafen. Parallel gab es auch noch ein kleines Harley Davidson Treffen mit ca. 20 Maschinen.

Zum Abschluss besuchten wir noch eine Kellerbar mit irischer Livemusik.

Fakten

     
    Gesamt:  1.867 km
von: Windau Strecke: 283 km
nach: Riga Fahrzeit: 03:47 h
Wetter: Sonne, den ganzen Tag ca. 27 Grad