Die Fahrt begann, wie sonst auch, bei strahlendem Sonnenschein und 20 Grad, obwohl wir die vom Wetterbericht angekündigten 16 Grad erhofft hatten.
Erster halt war Sigulda. Neben einem sehr schönen Bahnhofsgebäude gab es hier erst einmal bei der Durchfahrt nichts besonderes zu sehen. Es waren einige Fahrradfahrer unterwegs und am Ende es Ortes gab es den Anschein einer Festaktivität. Mit einem Mal wurde es sogar bergig und wir fuhren in ein Tal um die Gūtmanala, die wohl bekannteste und größte Höhle Lettlands zu besichtigen. Auf dem Parkplatz wies man uns netterweisedarauf hin, dass hier bald ein Radrennen stattfinden wird und in ca. einer Stunde die Straße für zwei Stunden gesperrt wird. Deshalb haben wir uns die Höhle angesehen und nur noch einen Kaffee getrunken und nicht wie geplant auch noch die Burg Turaida. Die Höhle war im ersten Anblick nicht sehr groß für unsere Verhältnisse, hatte aber sehr viele Reliefs mit Namen, die vermutlich von Verehelichungen - sag ich jetzt mal.
Nächster Halt war Āraiši, ein Museumspark mit einer rekonstruierten Inselfestung aus Pfahlbauten, einer mittelalterlichen Burgruine und Behausungen, wie sie in der Stein- und Bronzezeit gebaut wurden.
In Cėsis haben wir uns noch eine Ordenburg bei einem kurzen Halt angesehen.
Tankstelle Lihula. Wir kamen an und Marko war der einzige an der Tanksäule. Ich bin in die Tankstelle reingegangen und wollte Kaffee organisieren und habe schon gesehen, dass 2 Pkw hinzukamen. Als Marko reinkam und bezahlen wollte und sich nur kurz an mich gewendet um den Kaffee mit zu bezahlen, standen mit einem mal 8 bis 10 Mann an der Kasse. Beim rausgehen stellten wir fest, dass nun ebensoviele Fahrzeuge angekommen sind und sich die Insassen mit Kaffee, anderen Getränken und Essbaren versorgten. Getankt hat nur einer.
Gegen 17:00 Uhr kamen wir in Haapsalu an. Wir haben als Unterkunft eine umgebaute ehemalige Autowerkstatt aus den 1920ern. Groß und geräumig. Nach dem auspacken und umziehen ging es in die Stadt. Haapsalu ist eine Kleinstadt mit einer kleinen Promenade und einem Hafen. An einer kleinen Bucht bzw. einem Haff o. s. ä.. Das Städtchen ist sehr gepflegt und hat hübsche Häuser die meist mit pastellfarbenen Holzverkleidungen versehen sind. Am Wasser haben wir ein Lokal gefunden, in dem wir anfangs die einzigen Gäste waren. Das Menü ließ sich Dank Google und den englischen Spachkenntnissen des Kellners übersetzen. So bekamen wir eine Fischsuppe, Pasta mit Hühnchen und Entenbrust auf Blaubeersoße und Blumenkohlpüree.
Im nächsten Supermarkt haben wir uns noch für den Abend und für das Frühstück versorgt.
Fakten |
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| Gesamt: | 2.232 km | ||
| von: | Riga | Strecke: | 364 km |
| nach: | Haapsalu | Fahrzeit: | 04:56 h |
| Wetter: | Sonne, den ganzen Tag ca. 20 Grad |