In die verschlossene Tiefgarage des Hotels Ibis, wo unsere Motorräder parkten, darf man nur gemeinsam mit der Security. Womit der arme junge Mann sicherlich nicht gerechnet hat, dass wir eine Weile zum packen brauchen. Dann ging es gleich vor unserem Hotel los, in das Petersburger Verkehrschaos.

Schon das einfädeln ist eine Herausforderung, doch dann erst ein großer Kreisel im Stau. Der stärkere gewinnt. Für einen Spurwechsel im Kreisel braucht man nur Mut zur Lücke. Nicht beirren lassen, wenn dann mal noch eine Spur aufgemacht wird, wo gar keine ist. Oh man, waren wir froh aus Petersburg wieder raus zu sein, und zwar nach eineinhalb Stunden.

Ein Päuschen an der Ostsee kurz vor der Grenze zu Finnland verhieß uns, das es bald regnen könnte. Über der Ostsee hing ein Wolkenmehr aus dem es gegossen haben muss. Der Wind wurde kühler. Die Temperatur lag so bei 14 Grad. Bei unserer Weiterfahrt fing es dann tatsächlich an zu regnen an.

Die Straßen wurden aber nicht besser. Wir kamen an einer Straße an, wo sogar auf die schlechten Zustände hingewiesen wurde. Man könnte den Schlaglöchern entweder gar nicht mehr ausweichen oder sie auf dem seitlichen Sandstreifen umfahren. Aber selbst das war anspruchsvoll. Die letzten Kilometer bis zur Grenze gingen dann so einigermaßen. Der Regen hörte langsam auf. Wir bereiteten uns nun geistig auf die Grenztortur vor. Doch was dann passierte verblüffte uns: Grenzbeamtin Nr. 1 nur Passkontrolle, Grenzbeamtin Nr. 2 Passkontrolle, Fahrzeugpapiere und Migrationskarte. Der 3. Grenzbeamte war schon ein Finne, Pass und Fahrzeugpapiere. Alles O. K.. dann gab es zwar noch etliche Schlagbäume, aber die waren alle offen. Nach fünfzehn Minuten war alles vorbei.

Und jetzt kommts: In Finnland angekommen, gibt es keinen Regen sondern strahlend blauen Himmel. Wir haben uns an der Tankstelle nach dem Grenzübergang einen Kaffee und einen Saft geholt und auf der schön angelegten Terasse die Sonne eine Weile lang genossen. Und dann kam das nächste: viel bessere Straßen, Kurven, Hügel, Bilderbuchlandschaften.

In Kotka angekommen haben wir uns ggü. von unserem Hotel eine Pizza an einem Imbissstand mit Sitzgelegenheiten im Freien bestellt, die erstaunlich gut geschmeckt hat. Die ganze Zeit wurden wir von zwei Möven genauestens beobachtet, ob wir nicht eventuell etwas fallen lassen. Haben wir aber nicht. Danach gab es noch einen Spaziergang in Richtung Bahnhof und Hafen.

 

Fakten

     
       
von: St. Petersburg Strecke: 301 km
nach: Kotka Fahrzeit: 04:52 h
Wetter: bewölkt und leichter Regen, ca. 16 Grad  Gesamt:

3.142 km

48:41 h