Ich bin nur schwer in die Pötte gekommen. Die Eindrücke des gestrigen Abends bzw. des heutigen Morgens haben halt ihre Spuren hinterlassen. Heute fahren wir aber noch reichlich Fähre, also wird es ganz entspannt.
Tromsø hat ein Tunnel-Straßen-System unter seiner Stadt, wo es so einige Kreuzungen gibt, die, wie an der Oberfläche auch, mit Kreisverkehren geregelt werden. Diese nutzten wir auf der Suche nach einem Schiffswrack. Auf der Suche nach diesem Schiffswrack stießen wir auf eine moderne Wohnanlage mit einer schön angelegten kleinen Promenade und auf Stelzen gebauten Hochhäusern mit. ca. 6 Etagen. Vom Schiffswrack selbst haben wir nur ein paar stählerne Reste gesehen, die wie die Reste eines riesigen Walgerippes aussahen. Dafür schien die Küstenwache eine kleine Übung extra für uns zu machen.
Jetzt ging es nochmal über beide Tromsøbrücken unter der Start- und Landebahn des Flughafens hindurch aus Tromsø hinaus Richtung Insel Håkøya. Hier wurde im 2. Weltkrieg ein deutsches Schiff versenkt und später abgewrackt. Hier wäre bei Ebbe die Abwrackplattform zu sehen gewesen, aber wir hatten wohl Flut. Eine Mahntafel aus einem Stück Stahl des Schiffes am Ufer erinnert aber daran.
Es ging weiter über die Berge nach Brensholmen zur Fähre. Die Landschaften mit ihren an den Tälern angrenzenden steil ansteigenden Bergen ist immer wieder unbeschreiblich.
In Brensholmen ging es dann auf die Fähre nach Botnhamn und von hier weiter nach Gryllefjord, um dann von hier mit der Fähre nach Andenes in einer eineinhalbstündigen Fährt bei ruhiger See überzusetzen. Gleich zu hinter Andenes kammen wir an einem Militärflughafen mit strenger Bewachung vorbei. Entlang des flachen Küstensteifens hatte man Blick auf die sonneüberflutete Landschaft mit den steil emporsteigenden Bergen. Die Berge wurden von der mittlerweile tiefstehenden Sonne in ein warmes Licht getaucht und wirkten dadurch rgendwie noch mächtiger.
Am Abend trafen wir in unserer Unterkunft einen richtig verrückten Biker aus Schottland an. Er liebt den Schnee genauso wie die verrückten Straßen in Indien und hat eine Panamerika-Tour mit 32.000 Kilometern in neun Wochen hinter sich gebracht.
Fakten |
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| von: | Tromsø | Strecke: | 142 km |
| nach: | Bleik | Fahrzeit: | 01:33 h |
| Wetter: | leicht bewölkt, abends sonnig, 12 bis 15 Grad | Gesamt: |
6.083 km 86:49 h |