Auf dem Campingpatz war absolute Stille, als wir das Frühstück draußen vor der Hütte vorbereiteten. Wir hatten angenehm warme Temperaturen. So kann ein Tag starten.

Wir mussten heute ein Stück den selben Weg zurück. Das verblüffende ist, durch die strahlender Sonne und die andere Blickrichtung erkennt man so gut wie nichts wieder.

Am Gullesfjord habe ich angehalten um einen Berg im Spiegel des Fjordes aufzunehmen. Marko hat etwas später auf mich gewartet. Bei ihm war ein älterer Mann und Marko gab mir zu verstehen, dass uns der Herr zum Kaffee eingeladen hat. Er hat Marko warten sehen und ist auf ihn zugegangen. Er selber ist auch Biker mit einer Yamaha. So kamen wir ins Gespräch und er lud uns tatsächlich zum Kaffee ein. Er selbst nahm sich eine Dose Bier. Dann gab es ein angeregtes Gespräch über die schönsten Stellen auf den Lofoten, über unsere Tour, wie er das Haus, auf dessen Terasse wir saßen, gerade restauriert. Dies ist sein Elternhaus und er wurde hier geboren. Von der Terasse aus hatte man einen weiten Blick auf den Fjord. Er erzählte, wie er eines Nachmittags hie saß, ein Bier trank und kein Lüftchen zog und das Wasser spiegelglatt war. Er blickte hinaus aufs Wasser und auf einmal sprang ein Lachs aus dem Wasser, dass hatte ihn so beeindruckt, dass er einfach nur nur noch raus aufs Wasser sah. Eine schöne Geschichte. Nach fast einer Stunde rappelten wir uns auf und gaben zu verstehen, das wir jetzt weiterfahren müssen, er wusste ja, dass wir noch fast 200 Kilometer vor ns hatten. Neben einem selbstgezimmerten Blechwasserski, wo er als als Kind draufgesessen hatte, zeigte er uns noch ein ehemaliges Militärkettenfahrzeug, welches er heute für den Transport der gejagten Elche nutzt. 

Er hatte uns noch empfohlen nach Henningswær zu fahren, ein altes Fischerdorf. Schon als wir links in Richtung dieses Dorfes abbogen erwartete uns turkieses Wasser und extrem steil ansteigende Felswände. Über zwei Brücken gelangt man dann in das Dorf. Gleich zu Beginn stehen die hohen Holzgestelle mit Stockfisch. Der Geruch ist sehr gewöhnungsbedürftiig, aber erträglich. Am Häfen angekommen habenwir uns ein wenig das Dorf angesehen und haben uns etwas zu essen besorgt. Nach der Stärkung ging es dann weiter zum Ort mit kürzesten Namen, den ich kenne: Å. Å ist kein Schreibfehler, sondern ein Ort im Süden auf den Lofoten, das Ende der E10 und ein altes Fischerdorf mit 150 Jahren alten Gebäuden, die immer noch am ursprünglichen Platz stehen. Allerdings war unsere Unterkunft heute nicht so der Treffer. Die Kosten und die Beschreibung haben mehr versprochen. War heute mal echt rustikal, von der Geruchsbelästigung und der Mövenbrutstätte mal ganz abgesehen.

Abends auf de Terrasse hatten wir unsere erste Begegnung mit Mücken, von ddeeir ja bisher aufgrund der niedrigen Teemperaturen verschont wurden. Da es hier in Å neben dem Meer aber auch Süßwasserflüsse uns sumpfiges Gebiet gibt, fühlen sich die Mücken hier wohl. 

Fakten

     
       
von: Kråkberget  Strecke: 303 km
nach: Å Fahrzeit: 04:33 h
Wetter: sonnig, 22 bis 25 Grad  Gesamt:

6.526 km

93:32 h